in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on August 12th, 2010 |
Gerade Vieltelefonierer wissen sie zu schätzen: Headsets. Ob auf einem oder auf beiden Ohren, sie erleichtern den telefonischen Alltag immens. Dabei ist es wichtig, auf gute Qualität zu achten, denn schlechte Sprachqualität oder unangenehmer Druck kehren die gewünschte positive Wirkung des Headsets schnell ins Negative.
Für Sie haben wir das Headset “Jabra BIZ™ 2400″ mit Überkopfbügel von Jabra eine Woche lang im Live-Betrieb getestet (alternativ gibt es die Varianten mit Ohrbügel oder Nackenbügel). Bereitgestellt hat es dankenswerterweise die Möller Telekommunikation Solingen GmbH.
Qualität
Der erste Eindruck dieses Headsets war sehr positiv. Kein Wunder, besteht das Headset doch aus extra beständigem Chirurgen-Stahl und handgefertigten Neodymium-Lautsprechern sowie korrosionsfreien Goldkontakten. Es wirkt wertig und belastbar.
Selbstverständlich ist das Headset in der Höhe verstellbar. Die Ohrmuscheln sind zudem sehr flexibel um die eigene Achse schwenkbar, so dass sie sich jeder Kopfform anpassen. Im ersten Moment wirkt dies ungewohnt und beinahe “wackelig” – auf dem Kopf sitzt das Headset jedoch perfekt und bleibt auch bei abrupten oder extremen Kopfbewegungen an Ort und Stelle.
Das Mikrofon ist um 360° drehbar, was sich schnell als praktisch erwies: Mit einer Handbewegung wird aus einem Headset mit dem Mikro am rechten Ohr eines für das linke Ohr – ganz nach eigenen Wünschen.
Installation
Die Installation war so einfach, dass das Wort “Installation” komplizierter ist als der Vorgang selbst: Einfach einstecken, fertig.
Einziger Kritikpunkt an dieser Stelle war der beigelegte “Quick Start Guide” des Headsets. Anhand einiger Skizzen sollte die Installation erläutert sein. Auf Seite 1 trifft dies auch zu, es folgen jedoch noch drei weitere Anleitungen, die, wie wir bald erkannten, für das einohrige Headset gedacht sind und zu dem getesteten Headset keinerlei Bezug haben. Hinzu kommt, dass nirgends steht, wozu die dargestellten Schritte notwendig sind. Der interessierte Betrachter muss anhand der Bilder nachvollziehen, was genau da gemacht wird, um anschließend überhaupt den Sinn der Anleitung zu verstehen. Es ist schon ein wenig verwirrend, ohne irgendwelche Infos eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu bekommen und nicht zu wissen, ob diese überhaupt für einen selbst relevant ist. Da hat, so behaupte ich, Jabra Geld sparen wollen und für mehrere Headsets eine einzige Anleitung drucken lassen.

Die Sprachqualität
Das Feedback aller Personen, mit denen wir gesprochen haben, war durchweg positiv in Bezug auf die Sprachqualität. Lediglich eine Person hörte ein sehr leichtes Hintergrundrauschen (im Zweifel spricht dies gegen die Leitung, denn beim zweiten Gespräch was das Geräusch weg). Jabra verspricht die Unterdrückung unerwünschter Hintergrundgeräusche. Auch dies gelingt gut. In einem Test telefonierten wir mit offenem Fenster und fragten den Gesprächspartner, ob er die unten vorbeifahrenden Autos hören könne. Er bestätigte dies, jedoch “sehr leise und nicht störend”.
Wichtig bei diesem Headset ist lediglich, dass das Mikrofon so positioniert ist, dass Sie nicht hineinatmen. Denn dank der hohen Qualität des Mikros wird dieses Geräusch sehr laut übertragen. Doch auch beim schnellen Aufsetzen finden Sie intuitiv die richtige Mikrofonposition, so dass dies sich von selber löste.
Die Audio-Qualität
Ein ganz großes Plus dieses Headsets ist die “Beidohrigkeit”. Zwar bieten die Hörmuscheln nur eine leichte Dämpfung der Geräusche aus der eigenen Umgebung. Doch dadurch, dass die Stimme des Gesprächspartners auf beiden Ohren zu hören ist, lenken eventuelle Umgebungsgeräusche deutlich weniger ab. So fällt es dem Telefonierende merklich leichter, sich auf das Gespräch zu konzentrieren.
Tragekomfort
Die Qualität und Verarbeitung der Muscheln ist laut Imagebroschüre hervorragend: besonders weich, optimal positionierbar, angenehm zu tragen und mit Luftzirkulation zwischen Ohr und Polster. Dies können wir absolut bestätigen. Das Gefühl des Headsets ist sehr positiv. Einzig der relativ dünne Metallbügel wirkte aufgrund der Gewohnheit von breiteren (Plastik-)Bügeln anfangs ungewohnt. Doch schon am zweiten Tag ist das Gefühl vertraut – wie so vieles war dies eine Gewöhnungssache.
Service
Auch den Service der Möller Telekommunikation Solingen GmbH haben wir getestet. Mit dem Hinweis, bei einem Kunden sei die Sprach-Qualität nicht ideal (gemeint war das o.g. Rauschen), baten wir um Rückmeldung. Zudem teilten wir dem Unternehmen mit, dass wir aktuell schwer erreichbar seien und die direkte Durchwahl zu einem Techniker benötigten. Zeitnah und freundlich meldete sich dieser per E-Mail und bot an, uns zu einem gewünschten Zeitpunkt anzurufen oder jederzeit für einen Anruf unsererseits zur Verfügung zu stehen. Auch das Telefonat mit dem Techniker war sehr angenehm und freundlich. Ausgiebig haben wir das Headset getestet und konnten kein Rauschen feststellen (so dass es offenbar tatsächlich an der Telefonverbindung oder am Telefon des anderen lag).
Fazit
In der einen Woche, in der wir dieses Headset testen durften, haben wir es schätzen gelernt und empfehlen es jederzeit weiter.
Bestellung
Wer dieses hochqualitative Headset erwerben möchte, erhält es inkl. einer 3-Jahres-Garantie auf www.tksol.de oder im www.headsetshop24.de.
Hinweis: Die Durchführung des Tests wurde beauftragt und abgerechnet. Dabei ist ausdrücklich vereinbart worden, dass wir absolut ehrlich berichten – das hat für Sie den Vorteil, dass dieser Bericht wertfrei verfasst wurde.
in Wissenswertes | by TelefoNina | on Juli 27th, 2010 |
Ich gestehe: Ich bin ein ziemlicher Ordnungsmensch. Wenn ich eine Stressphase auf mich zukommen sehe, dann setze ich mich zunächst 5 Minuten ruhig hin, leere meinen Schreibtisch – und meinen Kopf. Schreibe eine To-Do-Liste, markiere die wichtigsten Punkte, und dann arbeite ich alles systematisch ab. Gerade dieses Aufschreiben von aktuellen Aufgaben ist für mich sehr wichtig. Alles ist festgehalten, und kein “das darf ich auch nicht vergessen” lenkt mich ab.
Auf der Karrierebibel habe ich die Tage einen hervorragenden Beitrag darüber gelesen, dass gerade in Stresszeiten das altmodische, unordentliche Medium Papier einfach besser funktioniert als jede durchdesignte, multifunktionale Technik. Einfach, weil es schneller und unabhängig von Hardware ist (sofern ein Stift nicht als Hardware zählt). Übrigens wird in dem Artikel auch ein sehr einfaches Tool vorgestellt, das die Zeiterfassung einfach gestaltet und gleichzeitig Überblick über “vertrödelte Zeit” bietet. Ich habe es jetzt ein paar Tage ausprobiert und komme hervorragend damit zurecht. Besser als mit allen Zeitmanagement-Onlinetools, die ich bisher getestet habe.
Diesen Artikel möchte ich hiermit unbedingt weiterempfehlen!
Bleibt nur eine Frage offen: Bin ich jetzt altmodisch oder praktisch veranlagt?

(c) J. Duck, Flickr
in Aktuelles, Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Juli 17th, 2010 | 1 Comment
Blacky,IPhone & Co. – Fluch oder Segen?
Ich bin ab morgen eine Woche im Urlaub. Endlich! Ich liebe meinen Job, Urlaub zu haben, zu verreisen allerdings genauso. Meinen Blackberry habe ich auf der Norwegen-Kreuzfahrt, die morgen in Kiel startet, zwar dabei brauche ihn allerdings selten. Höchstens mal für private Urlaubsgrüße per SMS oder mal für einen Schnappschuss. Kunden aus laufenden Projekten sind informiert, die Mail-Abwesenheitsnotiz ist aktiv (ohne Weiterleitung), Anrufbeantworter und Mailbox haben eine Urlaubsansage und meine Mitarbeiterin arbeitet an Projekten weiter.
Fällt es mir leicht abzuschalten? Grundsätzlich ja, wenn gleich ich auch im Verlauf vieler Berufsjahre erst gelernt habe, dass selbstständig eben nicht immer selbst + ständig bedeuten muss. Mich auf Freizeit einzustellen, selbst für ein verlängertes Wochenende fällt mir leicht, da bleibt mein Blackberry meistens sogar ausgeschaltet.
Die Live-Balance ist mir inzwischen wichtig, Urlaub fast „heilig“. Die Computerwelt berichtet allerdings anderes, nämlich dass es für viele schwer ist abzuschalten. Die u. a. Ergebnisse basieren laut einer Studie des Software-Anbieters Symantec, die 600 Personen befragte.
Männer schalten weniger ab
Männer fällt es schwerer den Berufsstress loszulassen, 63 Prozent gaben an, sich während des Urlaubs zum Teil mit geschäftlichen Mails zu beschäftigen. Im Vergleich dazu prüfen nur 39 Prozent der Frauen ihre Mails.
Wie gestalten Sie Ihren Urlaub und wie sehr genießen Sie Ihr Abschalten? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!
in Wissenswertes | by TelefoNina | on Juni 18th, 2010 |
Profitelefonierer müssen gut telefonieren können – das steht außer Frage.
Gleichzeitig müssen Sie noch eins: gut (mit)schreiben können.
Denn für die Vorbereitung eines Gesprächs und auch für die Gesprächsnotizen selbst ist eine gute „(Notiz-)Buch-Führung“ unumgänglich.
In meinem Fall geschieht es häufig, dass mich Claudia Fischer spontan zu neuen oder bestehenden Themen brieft oder mir Input gibt. Etwa, wenn sie auf dem Weg zum Kunden eine Idee hat. Oder sie mich in ihrer Seminarpause auf den aktuellen Stand bringt.
Um bei all diesen Projekten den Überblick zu behalten, nutze ich stets ein Notizbuch. Darin werden alle Fakten vermerkt, alle Aufgaben notiert und alle Infos festgehalten. Ohne dieses Buch wäre ich verloren.
Sehr geholfen beim strukturierten Arbeiten hat mir übrigens ein Blog, der sich komplett um Notizbücher dreht und den ich schon vor längerer Zeit zufällig beim Googlen gefunden habe. Darin findet der interessierte Leser auch 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern. Und diese Ideen möchte ich jedem von Ihnen, der wie ich die handschriftliche Projektorganisation bevorzugt, sehr ans Herz legen.

(c) dvortygirl, flickr
in Wissenswertes | by TelefoNina | on Mai 26th, 2010 |
Eigentlich haben Sie heute gar keine Lust zu telefonieren? Eigentlich müsste die Ablage dringend sortiert, das Telefon neu beschriftet werden? Hier einige Tipps, wie Sie trotzdem zum Telefonhörer greifen und die Gespräche führen, die Sie führen sollten:
- Gute Gesprächsvorbereitung ist das A und O! Ihre Gesprächsvorbereitung richten Sie bitte auf die jeweilige Branche und damit auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden aus. Außerdem: Eine gute Gesprächsvorbereitung gibt Ihnen das gute Gefühl, dass Sie auf das Telefonat bestens vorbereitet sind.
- Planen Sie genaue Zeitfenster, in denen Sie telefonieren werden, und konzentrieren Sie sich in dieser Zeit ausschließlich auf die Telefonate. Keine Ablenkung durch eingehende E-Mails oder Kollegen, die “mal kurz vorbeischauen”.
- Lassen Sie sich nicht ablenken, konzentrieren Sie sich auf Ihre Telefonate und “ziehen Sie es durch”!
Ich bin sicher: Hinterher sind Sie zufrieden und vielleicht auch ein wenig stolz, dass Sie “Ihre Sache durchgezogen” haben.
Linktipp: Der Claudia-Fischer-Newsletter
Diese Tipps habe ich aus dem Newsletter von Claudia Fischer. Falls Sie ihn noch nicht kennen, dann sollten Sie jetzt die Chance nutzen. Vierteljährlich schreibt Claudia Fischer über ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und über neue Entwicklungen. Also so ähnlich wie hier im Blog – mit dem Unterschied, dass der Newsletter auf wenige Themen fokussiert ist und diese detaillierter betrachtet.
Darum mein heutiger Linktipp: Lesen – und abonnieren – Sie diesen Newsletter.
Zum Newsletter
Den Newsletter per RSS abonnieren

Bild von (A3R) angelrravelor (A3R) / flickr
in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Mai 3rd, 2010 | 6 Comments
Der Anruf bei einem schwierigen Kunden, die wichtige Präsentation vor den Geschäftsführern … das Leben hält viele Herausforderungen für uns bereit. Und wie oft haben Sie im Nachhinein gesagt: “Eigentlich war es gar nicht so schlimm”? Denn oft gilt: Dadurch, dass wir uns unseren Ängsten stellen, Herausforderungen annehmen, lernen wir unsere eigene Stärke kennen.
Die Erfahrung, meinen eigenen Begrenzungen die Stirn zu bieten, habe ich vergangenes Wochenende auf eine außergewöhnliche Weise gemacht: beim “House Running”. Dabei gehen Sie, von einem Sicherungsseil gehalten, ein Hochhaus (Westin Grand München Arabellapark) hinunter – mit dem Gesicht dem Boden zugewandt. Und das, obwohl ich null schwindelfrei bin!
Freunde hatten dieses Erlebnis für mich bei Jochen Schweizer gebucht, nachdem ich aus einer Laune heraus mal behauptet habe, das würde ich machen … Gesagt, getan: Ich war fest entschlossen, das Haus hinunterzulaufen und dem Schwindelgefühl zu trotzen. Meine Erfahrung: Es geht! Angst ist Kopfsache. Durch meinen festen Vorsatz habe ich mein Schwindelgefühl “ausgestellt” und das House Running geschafft. „I DID IT“ steht auf der Urkunde vom House-Running-Team.
Meine Empfehlung: Nutzen auch Sie die Kraft Ihres Willens. Wenn Sie sich etwas fest vornehmen und es wirklich wollen, werden Sie es trotz eventueller Ängste oder Unsicherheiten meistern.
Hier ein paar Impressionen meines House-Running-Abenteuers:
Das besagte Hotel, welches ich hinuntergelaufen bin

Los ging’s.

I DID IT!

in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Februar 17th, 2010 |
Wo man hinschaut: Schnee und Kälte – und müde Gesichter. Wen man auch fragt, alle haben einfach genug von dem derzeitigen Wetter.
Gleichzeitig möchten Sie selbstverständlich auch jetzt erfolgreich telefonieren. Doch wie, wenn Ihnen das Wetter auf die Stimmung schlägt?
Hier meine Tipps für gute Laune!
- Lächeln Sie! Ihr Körper wird darauf reagieren und Glückshormone produzieren. Denn Lächeln hilft immer.
- Gönnen Sie sich etwas Gutes: einen heißen Tee, ein Stück Schokolade oder eine andere Kleinigkeit, die Ihnen gut tut.
- Denken Sie an etwas Schönes: Ihre Familie, Ihre Freunde – oder das Lob, das Ihr Kunde Ihnen während des letzten Telefonats ausgesprochen hat.
Und nehmen Sie sich etwas Schönes für Ihren Feierabend vor. Etwa ein gutes Essen, ein Telefonat mit einem guten Freund oder eine Stunde mit Ihrem Lieblingsbuch. Stellen Sie sich Ihre Belohnung bildlich vor. Öffnen Sie die Augen. Und jetzt gehen Sie motiviert an die Arbeit. Verdienen Sie sich Ihre Belohnung, damit Sie sie mit einem guten Gefühl genießen können.
Eines meiner Lieblingszitate (es ist von Fynn) lautet übrigens:
Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen.
in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Januar 28th, 2010 | 1 Comment
Servicequalität und Servicekultur als krisensichere Erfolgsgaranten
Ein Gastbeitrag von Sabine Hübner
Es gibt einige Unternehmen, welche die Wirtschaftskrise gelassen nehmen und weiterhin Profite einfahren. Auf der Suche nach Gemeinsamkeiten zwischen diesen krisenresistenten Betrieben stößt man schnell auf eine Servicekultur von hoher Qualität. Wenn die Konjunktur schwächelt, muss eine positive Kaufentscheidung mehr als sonst über Mehrleistungen gefördert werden. Ein überraschend guter und individueller Service wirke außerdem der Verunsicherung der Verbraucher aktiv entgegen und schaffe nachhaltiges Vertrauen.
Ob eine Krise erfolgreich gemeistert wird, hängt maßgeblich davon ab, inwieweit es gelingt, die eigenen Kunden zu halten. Die Schwierigkeit: Ist die globale beziehungsweise nationale Wirtschaftslage eher bescheiden, zögern viele Verbraucher mit dem Geldausgeben, selbst wenn sie ihre persönliche Lage als gut einschätzen.
In einer solchen Situation wird intensiver nachgedacht und zwischen alternativen Anbietern abgewogen. Das kann vor allem Unternehmen mit hochpreisigen Produkten oder Leistungen entscheidenden Umsatz kosten, wenn ein Mehrwert nicht spürbar ist. Weil aber auch der Eintritt in einen Preiswettbewerb ruinös wäre, bleibt zur Abgrenzung von den Wettbewerbern häufig vor allem Service der Extraklasse.
Das gilt insbesondere während einer Wirtschaftsflaute und umso dringlicher in Märkten, in denen die Produkte beziehungsweise Dienstleistungen sich funktional für den Kunden kaum noch unterscheiden. Beispiel: die Konsumgüterindustrie. Hier ist eine hohe Qualität der Angebote die unabdingbare Eintrittskarte in das Geschäft mit dem Kunden, doch erst Spitzenservice lässt dieses Geschäft tatsächlich zustande kommen. Und in vielen Bereichen der Konsum- und Investitionsgüterindustrie erwirtschaften Unternehmen ihre Erträge vor allem mit ausgezeichnetem After-Sales-Service.
Was aber ist ungewöhnlich guter Service? Die etwas einfallslose Tasse Kaffee zum Beratungsgespräch muss eher zum Standard gezählt werden, der vom Kunden schlicht vorausgesetzt wird. Wirklich punkten lässt sich dagegen mit maßgeschneidertem, also auf die jeweilige Zielgruppe oder besser noch das Individuum zugeschnittenem Service, der einen klaren Mehrwert bringt, positiv überrascht und begeistert. Sahnehäubchen-Service könnte man das nennen, weil diese Leistungen das Kaufen versüßen und zum Erlebnis machen.
Diese Einschätzung wird von Verbraucherumfragen gestützt. Beispiel: Laut einer Studie eines renommierten Serviceportals, ziehen 67 Prozent der Befragten guten Service insbesondere für die Wahl zwischen mehreren Anbietern als Entscheidungsgrundlage heran. Das macht Qualitäts-Service in Krisenzeiten zum unbezahlbaren Erfolgsgaranten.
Um allerdings dauerhaft die Nase vorn zu haben, müssen Unternehmen immer wieder neue, innovative und für den Kunden relevante Serviceangebote entwickeln. Denn: Was heute Beifall auslöst, wird bereits morgen als Standard wahrgenommen. Voraussetzung für die stetige Weiterentwicklung der Serviceangebote ist eine intensive Beschäftigung mit den Kunden, um deren (auch unbewusste) Wünsche herauszufinden.
Natürlich ist dies mit einem gewissen Aufwand verbunden. Doch der zahlt sich aus, denn überragende Serviceleistungen überzeugen und sprechen sich zudem schnell herum. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda werden einem Unternehmen pro zehn begeisterte Kunden im Schnitt drei neue zugeführt. Und in Zeiten der Rezession wäre bereits eine Stagnation der Kundenzahl ein Erfolg.
Nicht zu vernachlässigen ist ein Nebeneffekt: Ein hohes Leistungsniveau in puncto Servicequalität macht auch die Mitarbeiter des Unternehmens zufriedener. Grund ist das positive Feedback der Kunden, das die Motivation erhöht, den Service weiter zu verbessern, was wiederum die Verbraucher noch mehr für den Anbieter einnimmt. Ein sich selbst verstärkender Prozess und eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.
Die Grundlage für hochwertigen „Surpriservice“, also überraschend guten Service, bildet eine ausgeprägte Servicementalität. Diese sollte sich durch alle Hierarchieebenen des jeweiligen Unternehmens ziehen, was eine mit Systematik etablierte integrative Servicekultur voraussetzt. Spontan ausgewählte Maßnahmen sind also zu wenig. Stattdessen bedarf es konkreter, detaillierter und vor allem auf das Unternehmen zugeschnittener Spielregeln und Abläufe. Während in einem ersten Schritt Teams identifizieren, welche Handlungsfelder bestehen, um den Service zu verbessern, realisieren „Umsetzungsteams“ gezielt die daraus resultierenden Aufgaben. Oberste Priorität haben dabei sowohl Praxisrelevanz als auch Zielgruppenorientierung. Denn je individueller und dienlicher der Service, desto stärker fällt die Kundenbindung aus.
Ein Unternehmen, das auf diese Weise den Servicegedanken verinnerlicht hat und zudem für Nachhaltigkeit des Prozesses der stetigen Verbesserung sorgt, besitzt die ideale Krisenabwehr. Aktuelle Studien zeigen, dass bereits eine um nur fünf Prozent gesteigerte Kundenbindungsrate in manchen Branchen eine Steigerung des Ertrags um 100 Prozent bewirkt hat.
Die Schlussfolgerung lautet: „Kunde statt Krise“, was heißen soll: Gerade dann, wenn Umsatzeinbußen drohen, muss eine noch stärkere Konzentration auf den Kunden erfolgen. Das ist nicht nur wesentlich effektiver als etwa eine groß angelegte Werbekampagne, sondern die dafür nötigen Ausgaben halten sich in Grenzen und amortisieren sich rasch.
Sabine Hübner – „Serviceexpertin Nr. 1“ (Pro 7), – ist Rednerin, erfolgreiche Managementberaterin und Buchautorin und zählt zu den TOP 100 Excellent Speaker. www.sabinehuebner.de
in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Januar 13th, 2010 |
Die wachsende Nachrichtenflut durch E-Mails hat sich zu einer echten Herausforderung entwickelt. Denn E-Mail ist – neben dem Kommunikationsmittel Telefon – zu einem Hauptbestandteil der Kommunikation. In folgendem Gastbeitrag von Carsten Fischer lesen Sie, wie Sie dem Kommunikationschaos der Mails entfliehen:
Oft werden selbst komplexe Inhalte gemailt. Fast jeder E-Mail-Verkehr führt zum Erstellen neuer Dokumente, deren Organisation nicht nur Zeit frisst, sondern stetig steigende Kosten verursacht. Ganz zu schweigen von der je nach Filter und Sicherheitsvorkehrungen immer noch wachsenden Flug von Junk- und Spam-Mails. Grundsätzlich gilt: Geschäfte werden von Mensch zu Mensch gemacht und gesprochene Worte klären vieles schneller, sind förderlicher für die Beziehungsebene. E-Mails erleichtern schriftliche Kommunikation, machen gemeinsames Arbeiten möglich und werden von vielen aufgrund der Geschwindigkeit im Vergleich zu Post deutlich bevorzugt.
Vom Gesetzgeber naht Hilfe: In 2010 wird das sogenannte DE-Mail – Projekt der Bundesregierung Wirklichkeit werden, welches erstmals eine gesicherte Mailkommunikation OHNE großen technischen Aufwand ermöglichen wird. Damit wird dann eine E-Mail rechtsverbindlich und auf die gleiche Stufe wie ein “Einschreiben” oder “Einschreiben – Rückschein” gestellt.
Die Datenmengen in Unternehmen explodieren. Wer den Überblick bei der Verwaltung all der Dokumente nicht verlieren will, wird künftig nicht mehr auf unterstützende Software-Lösungen verzichten können. Und so steigt die Nachfrage nach speziellen Dokumenten-Management-Lösungen, mit denen sich sämtliche digitalen Unterlagen im Überblick behalten lassen – und zwar in nur einer einzigen Anwendung: strukturiert, einfach und vor allem schnell.
Carsten Fischer, Dipl.-Ing. und Geschäftsführer von Fischer Software, Berlin, entwickelte hierfür mit seinem Team die IT-Lösung Outlook Infodesk. Infodesk ist eine vollständig in Microsoft Outlook integrierte Dokumentenverwaltung (bislang einmalig am Markt) ist ermöglicht es, aus jedem Outlook-Kontakt heraus einen Vorgang zu generieren.
Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter telefoniert mit einem Kunden und möchte im Anschluss ein Gesprächsprotokoll erzeugen. Dafür klickt er in der Kontaktkarte des Kunden lediglich auf „Neuer Vorgang“ und gibt als Betreff „Gesprächsprotokoll“ ein. Mit einem weiteren Klick auf „Dokument erzeugen“ erscheinen verschiedene Vorlagen, aus denen der Mitarbeiter z. B. eine Briefvorlage auswählt. Die korrekten Adressdaten, Anrede und Betreff werden automatisch eingefügt. Das Protokoll ist in wenigen Minuten erstellt und kann direkt per E-Mail an den Kunden übermittelt werden. Vorgänge können an Kollegen delegiert und terminlich auf Wiedervorlage gelegt werden – so ist der interne Kommunikationsfluss gewährleistet.

Carsten Fischer,
Dipl.-Ing. und Geschäftsführer
von Fischer Software, Berlin
Weitere Informationen unter
www.infodesk.de
in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Dezember 4th, 2009 |
Es gibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Auch in der Kommunikation und im Gesprächsverhalten am Telefon. Frauen mit weniger Businesserfahrung und vor allem wenig professionellem Telefon-Know-how sind oftmals höflicher und weniger direkt. Dem Thema Frauenpower und Männercharme habe ich ein Kapitel in meinem Buch telefonpower gewidmet.
Auch im Kaufverhalten ticken Frauen anders. Wie anders, lesen Sie in nachfolgendem Gastbeitrag der Expertin Anne M. Schüller:
Frauen kaufen anders
Alle zwischenmenschlichen Erfahrungen deuten darauf hin und auch die Hirnforschung zeigt: Frauen fühlen, denken, kommunizieren, entscheiden und kaufen anders als Männer. Um bei beiden Geschlechtern erfolgreich zu sein, braucht es ein ‚männliches‘ und ein ‚weibliches‘ Verkaufsgespräch. Und diese sind sehr verschieden.
Männer wollen sich messen. Frauen wollen Konsens – und sie lieben Gerechtigkeit. Soziale Aspekte stehen bei ihnen im Vordergrund. Wenn sie mit am Besprechungstisch sitzen, dreht sich vieles um die Frage: „Wie geht es den Menschen dabei?“ Frauen nehmen sich der Harmonie willen oder aber, um gute Beziehungen zu schützen, eher zurück. Sie gehen weniger zielgerichtet vor. Sie sammeln Informationen weniger strukturiert und geben sie auch weniger strukturiert weiter.
Wenn Frauen Entscheidungen treffen, bleibt das Hirnareal länger aktiv, das sich mit der Fehleranalyse und mit potenziellen Gegenreaktionen beschäftigt. Während Männer sich wichtig machen, unbeirrt und siegessicher auftreten, zweifeln Frauen leichter und rechnen mit Gegenwind. Sie stellen sich selbst in Frage, suchen Fehler eher bei sich – und verkaufen sich so unter Wert. Viele Frauen scheitern nicht an ihrem Können oder ihrer Leistungsbereitschaft. Sie scheitern an ihrer Bescheidenheit und ihren Selbstzweifeln.
Was macht Frauen so anders? Hierzu geben uns die Hirnforscher u. a. Antworten:
- Während Frauen in beiden Hirnhälften Sprachzentren besitzen, nutzen Männer bei der Kommunikation vor allem die analytischere linke Hemisphäre.
- Der Hormonhaushalt wird unterschiedlich gesteuert. Die Vorherrschaft weiblicher Hormone verändert das Fühlen, Denken und Handeln.
- Östrogene wirken stärker auf die rechte Hirnhälfte. Sie führen zu einem ganzheitlichen und gleichzeitig detailstarken, vernetzten Denken, zum Wir-Gefühl, zu Fürsorge, zu Empathie und zu mehr Phantasie, aber auch zu größerer Vorsicht und zu mehr Zweifeln. Sie fördern das ,Runde‘.
Wie Männer und Frauen kaufen
Das Wissen um solche Unterschiede kann zum Beispiel in Verkaufssituationen sehr wertvoll sein. Es ist inzwischen vielfach belegt, dass Männer weniger Zeit fürs Einkaufen verwenden, dass sie zielstrebig die Gänge entlang eilen, den Regalen weniger Blick-Stopps schenken und damit weniger Vielfalt sehen, schnell ungeduldig und genervt reagieren und sich zu allem Überfluss auch noch jeder Hilfe verschließen.
Was die Aufenthaltsdauer betrifft, haben Untersuchungen aus den USA dem Einzelhandel sehr interessante Erkenntnisse gebracht: So bleiben durchschnittlich
- 8 Minuten und 15 Sekunden: Frauen in weiblicher Begleitung
- 7 Minuten und 19 Sekunden: Frauen mit Kindern
- 5 Minuten und 2 Sekunden: Frauen allein
- 4 Minuten und 41 Sekunden: Frauen mit Männern
Ein Beispiel
Der Psychologe und Buchautor Hans-Georg Häusel stellte bei einer Untersuchung zum Einkaufsverhalten in Sportgeschäften fest, dass weibliche Joggingfans ihren Erstbesuch in der Bekleidungsabteilung starten, um zunächst mit viel Geschmack das passende Dress auszuwählen, während männliche Neu-Jogger schnurstracks in die Sportschuh-Abteilung eilten, wo sie sich vor allem für die funktionale Seite – wie beispielsweise für den Aufbau der Sohle und die Schockdämpfung – der Laufschuhe interessierten.
Was bedeutet das Beispiel für Ihre eigene Arbeit?
Gerade im Verkaufsgespräch spielen die geschlechterspezifischen Unterschiede eine bedeutende Rolle. Im Klartext: Sie brauchen zwei unterschiedlich strukturierte Verkaufsgespräche. Und da stehen Verkäufer vor der zugegebenermaßen nun wirklich schwierigen Ausgabe, sich in das jeweils andere Geschlecht hineinzudenken. Sehr hilfreich ist es deshalb, sich kontinuierliches Feedback zu holen, etwa wie folgt: „Wie wirkt das auf Sie?“ – „Wie kommt das bei Ihnen an?“ – „Wie gehen Sie damit um?“
Wenn beispielsweise Männer an Frauen verkaufen, stellen sie häufig ihre eigene Sichtweise in den Vordergrund. Dies ist in vielen Anzeigen, Werbeprospekten und Fernsehspots mit erschreckender, manchmal geradezu sexistischer Deutlichkeit zu sehen. In einem Radiospot, in dem es um den Absatz von Sonnenliegen ging, stöhnten diese beispielsweise lustvoll vor sich hin und erzählten sich gegenseitig, welch tolle Mädels sich gerade auf ihnen räkelten. Die Frau als sexuelle Beute: Ein typisches Männerdilemma. Simple Frage: Wer kauft wohl hauptsächlich Sonnenliegen?
Eins noch zum Schluss: Da im Business sozialverträgliche Komponenten und im Verkauf Emotionen immer wichtiger werden, muss man nun endlich die ans Ruder lassen, die davon am meisten verstehen: die Frauen. Den kompletten Beitrag finden Sie hier.