Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders

in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Dezember 4th, 2009 | Kommentare deaktiviert

Es gibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Auch in der Kommunikation und im Gesprächsverhalten am Telefon. Frauen mit weniger Businesserfahrung und vor allem wenig professionellem Telefon-Know-how sind oftmals höflicher und weniger direkt. Dem Thema Frauenpower und Männercharme habe ich ein Kapitel in meinem Buch telefonpower gewidmet.

Auch im Kaufverhalten ticken Frauen anders. Wie anders, lesen Sie in nachfolgendem Gastbeitrag der Expertin Anne M. Schüller:

Frauen kaufen anders

Alle zwischenmenschlichen Erfahrungen deuten darauf hin und auch die Hirnforschung zeigt: Frauen fühlen, denken, kommunizieren, entscheiden und kaufen anders als Männer. Um bei beiden Geschlechtern erfolgreich zu sein, braucht es ein ‚männliches‘ und ein ‚weibliches‘ Verkaufsgespräch. Und diese sind sehr verschieden.

Männer wollen sich messen. Frauen wollen Konsens – und sie lieben Gerechtigkeit. Soziale Aspekte stehen bei ihnen im Vordergrund. Wenn sie mit am Besprechungstisch sitzen, dreht sich vieles um die Frage: „Wie geht es den Menschen dabei?“ Frauen nehmen sich der Harmonie willen oder aber, um gute Beziehungen zu schützen, eher zurück. Sie gehen weniger zielgerichtet vor. Sie sammeln Informationen weniger strukturiert und geben sie auch weniger strukturiert weiter.

Wenn Frauen Entscheidungen treffen, bleibt das Hirnareal länger aktiv, das sich mit der Fehleranalyse und mit potenziellen Gegenreaktionen beschäftigt. Während Männer sich wichtig machen, unbeirrt und siegessicher auftreten, zweifeln Frauen leichter und rechnen mit Gegenwind. Sie stellen sich selbst in Frage, suchen Fehler eher bei sich – und verkaufen sich so unter Wert. Viele Frauen scheitern nicht an ihrem Können oder ihrer Leistungsbereitschaft. Sie scheitern an ihrer Bescheidenheit und ihren Selbstzweifeln.

Was macht Frauen so anders? Hierzu geben uns die Hirnforscher u. a. Antworten:

  • Während Frauen in beiden Hirnhälften Sprachzentren besitzen, nutzen Männer bei der Kommunikation vor allem die analytischere linke Hemisphäre.
  • Der Hormonhaushalt wird unterschiedlich gesteuert. Die Vorherrschaft weiblicher Hormone verändert das Fühlen, Denken und Handeln.
  • Östrogene wirken stärker auf die rechte Hirnhälfte. Sie führen zu einem ganzheitlichen und gleichzeitig detailstarken, vernetzten Denken, zum Wir-Gefühl, zu Fürsorge, zu Empathie und zu mehr Phantasie, aber auch zu größerer Vorsicht und zu mehr Zweifeln. Sie fördern das ,Runde‘.

Wie Männer und Frauen kaufen

Das Wissen um solche Unterschiede kann zum Beispiel in Verkaufssituationen sehr wertvoll sein. Es ist inzwischen vielfach belegt, dass Männer weniger Zeit fürs Einkaufen verwenden, dass sie zielstrebig die Gänge entlang eilen, den Regalen weniger Blick-Stopps schenken und damit weniger Vielfalt sehen, schnell ungeduldig und genervt reagieren und sich zu allem Überfluss auch noch jeder Hilfe verschließen.

Was die Aufenthaltsdauer betrifft, haben Untersuchungen aus den USA dem Einzelhandel sehr interessante Erkenntnisse gebracht: So bleiben durchschnittlich

  • 8 Minuten und 15 Sekunden: Frauen in weiblicher Begleitung
  • 7 Minuten und 19 Sekunden: Frauen mit Kindern
  • 5 Minuten und 2 Sekunden: Frauen allein
  • 4 Minuten und 41 Sekunden: Frauen mit Männern

Ein Beispiel

Der Psychologe und Buchautor Hans-Georg Häusel stellte bei einer Untersuchung zum Einkaufsverhalten in Sportgeschäften fest, dass weibliche Joggingfans ihren Erstbesuch in der Bekleidungsabteilung starten, um zunächst mit viel Geschmack das passende Dress auszuwählen, während männliche Neu-Jogger schnurstracks in die Sportschuh-Abteilung eilten, wo sie sich vor allem für die funktionale Seite – wie beispielsweise für den Aufbau der Sohle und die Schockdämpfung – der Laufschuhe interessierten.

Was bedeutet das Beispiel für Ihre eigene Arbeit?

Gerade im Verkaufsgespräch spielen die geschlechterspezifischen Unterschiede eine bedeutende Rolle. Im Klartext: Sie brauchen zwei unterschiedlich strukturierte Verkaufsgespräche. Und da stehen Verkäufer vor der zugegebenermaßen nun wirklich schwierigen Ausgabe, sich in das jeweils andere Geschlecht hineinzudenken. Sehr hilfreich ist es deshalb, sich kontinuierliches Feedback zu holen, etwa wie folgt: „Wie wirkt das auf Sie?“ – „Wie kommt das bei Ihnen an?“ – „Wie gehen Sie damit um?“

Wenn beispielsweise Männer an Frauen verkaufen, stellen sie häufig ihre eigene Sichtweise in den Vordergrund. Dies ist in vielen Anzeigen, Werbeprospekten und Fernsehspots mit erschreckender, manchmal geradezu sexistischer Deutlichkeit zu sehen. In einem Radiospot, in dem es um den Absatz von Sonnenliegen ging, stöhnten diese beispielsweise lustvoll vor sich hin und erzählten sich gegenseitig, welch tolle Mädels sich gerade auf ihnen räkelten. Die Frau als sexuelle Beute: Ein typisches Männerdilemma. Simple Frage: Wer kauft wohl hauptsächlich Sonnenliegen?

Eins noch zum Schluss: Da im Business sozialverträgliche Komponenten und im Verkauf Emotionen immer wichtiger werden, muss man nun endlich die ans Ruder lassen, die davon am meisten verstehen: die Frauen. Den kompletten Beitrag finden Sie hier.

Wiederfinden und teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • misterwong Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • yigg Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • digg Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • delicious Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • stumbleupon Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • bloglines Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • facebook Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders
  • linkarena Erfolgreich verkaufen: Frauen telefonieren anders – Frauen kaufen anders

keine ähnlichen Beiträge.

Comments are closed.