Wie oft loben oder werden Sie gelobt?
in Wissenswertes | by Claudia Fischer | on Oktober 22nd, 2009 | Kommentare deaktiviertEs gibt Wörter die jeder gern hört: Seinen Namen und ein Lob.
Die persönliche Anrede und Lob bewirken, dass der Mensch sich besonders angesprochen fühlt, es schmeichelt seinem Ego durch die Wertschätzung, die zum Ausdruck gebracht wird.
Jeder Mensch braucht sechs bis acht Mal Lob pro Tag, das bestätigen Verhaltensforscher. Dadurch fühlt sich der Mensch akzeptiert, anerkannt und verstanden. Natürlich ist klar: Kaum jemand wird so oft und regelmäßig gelobt…
Ein Lob bewirkt eine durchaus motivierende Atmosphäre. Wenn Sie Ihren Gesprächspartner loben (ehrlich, konkret und aktuell), wird er das Gespräch noch angenehmer empfinden. Denken Sie bei Ihrem nächsten Telefonat daran und machen Sie sich es zunutze…
Lob erfolgreich einsetzen, am besten wenn Sie erkannt haben, was das Wort „An-Erkennung“ tatsächlich bedeutet:
“An-Erkennung” steht für das Erkennen der positiven Eigenschaften und Fähigkeiten eines anderen Menschen.
Das öffentliche und offene Anerkennen von positiven Eigenschaften und Fähigkeiten ist im normalen Miteinander von Menschen eher selten.
Wir sind es gewohnt, eher zu kritisieren statt zu loben. Überlegen Sie, wie oft Sie etwas negatives hören, wie rasch Kritik geübt wird und vergleichen Sie das nun mit den zumeist selteneren Momenten, in denen An-Erkennung tatsächlich ausgesprochen wird.
Aus diesem Grund: Loben Sie!
Loben Sie Ihre Gesprächspartner gerne bereits während des Verkaufsprozesses.
Drei Kriterien, die Sie beim Loben berücksichtigen sollten, sind:
1. Loben Sie konkret, d. h. auf das Detail/die Sache bezogen!
Negatives Beispiel: ”Sie sind sehr schick angezogen heute.”
Konkretes, positives Beispiel: ”Der Hosenanzug, den Sie heute tragen, ist sehr schick und die Farbe steht Ihnen vorzüglich.“
2. Bleiben Sie ehrlich! Negatives Beispiel: ”Sie sind immer so schick angekleidet.” Eine solche Pauschalisierung wirkt oft übertrieben.
3. Beziehen Sie sich auf die Gegenwart! Negatives Beispiel: ”Das Meeting vor zwei Monat haben Sie sehr gut organisiert.” Ein Lob für etwas, das sehr lange zurückliegt, kommt zu spät und weckt teilweise negative Assoziationen. Die Situation ist längst vorüber, vielleicht schon fast vergessen – deshalb stellt sich der Gelobte in vielen Fällen sofort die Frage: ”Warum hat er/sie das nicht damals gesagt? Was will er/sie von mir …” Der beste Zeitpunkt für ein Lob ist die Gegenwart – also der Moment, in dem es wirklich etwas zu loben oder anzuerkennen gibt. Dann wirkt Lob besonders motivierend.
Das Loben bringt Ihnen viele Vorteile, Ihr Gesprächspartner fühlt sich anerkannt, es schmeichelt seinem Ego und es wirkt motivierend.
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